NRW braucht bezahlbare Wohnungen

In den letzten Jahren ist in Nordrhein-Westfalen der Anteil an Sozialwohnungen massiv zurückgegangen. Aktuell unterliegen noch etwa 850.000 Wohnungen einer Sozialbindung. Immer weniger Wohnungen mit Sozialbindung stehen immer mehr Wohnungen in der Hand von internationalen Immobilieninvestoren gegenüber.
Seit 2005 haben die so genannten Heuschrecken über 200.000 Wohneinheiten aufgekauft. Der Wohnungsmarkt in NRW wird also immer weniger von kommunalen und kleinen Privatvermietern oder werkszugehörigen Gesellschaften bestimmt, sondern immer mehr von Investoren mit ausschließlichem und kurzfristigem Profitinteresse. Die SPD-Fraktion hat am Dienstag (27. Oktober 2009) ein Paket von Maßnahmen in dem Antrag “Wohnen braucht Sicherheit” gefordert. Denn in einer Zeit, in der zahlreiche große Immobilieneigentümer ihre Modernisierungs- und Instandhaltungsausgaben massiv zurückfahren, in der Neubau und Sanierung zur Ausnahme werden und Substanzverlust tagtäglich erlebbar ist, ist die Politik mehr denn je gefordert. Sie muss dem Markt Grenzen setzen, Mieterinnen und Mieter schützen und Impulse für eine gute Zukunft des Wohnungsmarktes in Nordrhein-Westfalen geben. Ziel muss die Sicherung und der Ausbau von bezahlbarem und lebenswertem Wohnraum im ganzen Land sein.
